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Brauche ich einen Cookie-Banner?

Wann eine Website eine Einwilligung braucht und wann nicht, warum Google Fonts und eingebettete Videos eine Rolle spielen und wie man Banner oft ganz vermeidet.

Von Andreas Dirsen · Oktober 2026

Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick und ist keine Rechtsberatung. Im Einzelfall hilft eine Anwältin oder ein Anwalt für IT-Recht.

Viele Betriebe haben einen Cookie-Banner, weil „man das halt so macht“. Dabei hängt die Pflicht davon ab, was Ihre Website tatsächlich tut. Oft lässt sich der Banner ganz vermeiden.

Die Grundregel

In Deutschland regelt § 25 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes (TDDDG, früher TTDSG), wann Informationen auf dem Gerät der Besucher gespeichert oder von dort ausgelesen werden dürfen. Vereinfacht gesagt:

  • Unbedingt erforderlich (zum Beispiel der Warenkorb im Shop oder eine Anmeldung): keine Einwilligung nötig.
  • Nicht erforderlich (zum Beispiel Werbe-Tracking oder viele Analyse-Werkzeuge): Einwilligung vorher nötig.

Daneben gilt die DSGVO für alle personenbezogenen Daten, auch wenn gar keine Cookies im Spiel sind.

Typische Fallen

Schriften von Google

Werden Google Fonts direkt von Google-Servern geladen, wird die IP-Adresse der Besucher an Google übertragen. Das Landgericht München hat das 2022 als Datenschutzverstoß gewertet. Die einfache Lösung: Schriften auf dem eigenen Server ablegen.

Eingebettete Videos und Karten

YouTube-Videos oder Google Maps laden beim Seitenaufruf Inhalte von fremden Servern. Üblich ist hier eine „Zwei-Klick-Lösung“: Erst wenn Besucher auf das Video oder die Karte klicken, wird es geladen.

Analyse-Werkzeuge

Klassische Werkzeuge wie Google Analytics brauchen in aller Regel eine Einwilligung. Es gibt datensparsame Alternativen ohne Cookies. Ob diese ganz ohne Einwilligung auskommen, ist nicht abschließend geklärt und hängt von der Umsetzung ab.

Social-Media-Knöpfe

Eingebundene „Gefällt mir“-Knöpfe übertragen oft schon beim Laden Daten. Ein einfacher Link auf Ihr Profil tut das nicht.

So vermeiden Sie den Banner oft ganz

  1. Schriften lokal einbinden.
  2. Videos und Karten erst nach Klick laden oder einfach verlinken.
  3. Auf Werbe-Tracking verzichten.
  4. Für Statistiken eine datensparsame Lösung ohne Cookies wählen.
  5. Social Media verlinken statt einbetten.

Diese Website ist ein Beispiel dafür: Sie setzt keine Cookies und lädt nichts von fremden Servern. Deshalb gibt es hier keinen Banner.

Wenn ein Banner nötig ist

Dann muss er echte Wahlfreiheit bieten: „Ablehnen“ muss so einfach sein wie „Akzeptieren“, und vor der Zustimmung darf nichts Einwilligungspflichtiges geladen werden. Ein Banner, der nur informiert, reicht nicht.

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